Brücken

Mit einer Brücke lassen sich in der Regel Lücken von bis zu drei Zähnen gut versorgen. Voraussetzung sind stabile, parodontitisfreie Pfeilerzähne. Neben der klassischen Brücke auf eigenen Zähnen werden auch implantatgetragene Brücken sowie Hybridbrücken (Fixierung auf einem echten Zahn und einem Implantat) verwendet, sodass in seltenen Fällen ein stabiler Pfeilerzahn ausreichen kann.

Brücken werden fest eingeklebt, sind also nicht herausnehmbar. Im Seitenzahnbereich können sie bis max. drei fehlende Zähne ersetzen, im Frontzahnbereich bis zu vier Zähne, wobei die Eckzähne überkront werden und als Pfeiler dienen. Es gibt darüber hinaus mehrspannige Brücken, die Lücken mit verbliebenen Zähnen (Lücke – Zahn – Lücke) schließen.

Welche Zuschüsse zahlen die gesetzlichen Krankenkassen?

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen Festzuschüsse, die nach der individuellen Gebisssituation und dem Status des Bonusheftes, der die Regelmäßigkeit der zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen dokumentiert, bemessen werden.

Wie wird die Brücke hergestellt?

Beim Einsatz einer Brücke nehmen wir zunächst einen Gebissabdruck, anhand dessen der Zahntechniker passgenaue Zahnkronen modellieren kann. Dann präparieren wir die Pfeilerzähne, indem wir sie unter Betäubung anschleifen. Dabei wird umlaufend eine dünne Schicht Zahnsubstanz abgetragen, sodass bei der Überkronung der Pfeilerzähne kein Niveauunterschied entsteht. Nach dem Anschleifen nehmen wir eine exakte Abformung der Zahnstümpfe vor.

Was macht das Dentallabor bei der Herstellung der Brücke?

Das im Dentallabor hergestellte Modell Ihrer Gebisssituation wird mit einem Artikulator, der Kiefer und Gelenk simuliert, auf genaue Passform ausgerichtet. Dann wird anhand des Modells der Zahnersatz aus Keramik oder Metall gefertigt. Den fertigen Zahnersatz testen wir zunächst mit einer provisorischen Fixierung in Ihrem Mund auf optimale Passung. Erst wenn nichts mehr stört, wird die Brücke endgültig zementiert/verklebt.

Welche Materialien werden bei Brücken verwendet?

Eine Brücke ist starker mechanischer Belastung ausgesetzt. Bei großen Lücken muss das Material daher entsprechend stärker gewählt werden. Klassische Brücken werden aus Gold, Edelstahl oder Titan, je nach Sichtbarkeit mit und ohne Verblendung ausgeführt. Immer häufiger kommen jedoch vollkeramische Brücken zum Einsatz, die neben höherer Stabilität und besserer Ästhetik auch biologisch unbedenklich sind.

Wann sind Zahnbrücken die richtige Versorgungsform?

Der Einsatz von Zahnbrücken ist eine bewährte Standardbehandlung, mit der sich gute und langlebige Erfolge erzielen lassen. Dennoch hat Zahnersatz auf eigenen Zähnen einige deutliche Nachteile gegenüber implantatgetragenem Zahnersatz. So muss beim Beschleifen der Pfeilerzähne gesunde Zahnsubstanz geopfert werden, was für die betroffenen Zähne eine erhebliche Belastung darstellt. Zudem ist der Übergang zwischen Zahnhals und Krone anfällig für Karies, sodass die Prognose eines überkronten Zahns insgesamt schlechter ausfällt. Darüber hinaus ist eine Brücke bei Verlust weiterer Zähne nicht erweiterbar.

Ab wann ist das Implantat die bessere Wahlmöglichkeit?

Wir tendieren daher in vielen Fällen zu implantatgetragenem Zahnersatz. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen der Zahnersatz auf eigenen Zähnen die bessere Wahl darstellt, beispielsweise wenn die Pfeilerzähne bereits große Füllungen oder Kronen aufweisen. Eine pauschale Empfehlung lässt sich daher nicht aussprechen. Wir klären diese Frage stets nach genauer Untersuchung der Indikation im Gespräch mit Ihnen.

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